Wissen Sie eigentlich, wie hoch Ihre Deckungssumme im Haftbereich ist? Welche Vorteile eine hohe Deckungssumme für Sie, nicht nur im Haftbereich, sondern auch in der Imagebildung gegenüber Kunden und Partnern hat, erklären wir Ihnen!

Die vereinbarte Versicherungssumme ist die Höchstgrenze der Leistung je Schadenfall. Die pauschale Versicherungssumme gilt zusammen für Personen- und Sachschäden. Allerdings kann die Versicherungssumme für bestimmte mitversicherte Leistungen begrenzt sein.

Von der vereinbarten Deckungssumme ist die Höhe des Versicherungsschutzes abhängig. Die durch firmeneigenes Personal verursachten Personen- und Sachschäden an dritten Personen oder an deren Eigentum sind innerhalb der Betriebshaftpflicht mit unterschiedlich hohen Deckungssummen versicherbar. Bei Eintritt des Versicherungsfalls leistet die Betriebshaftpflichtversicherung nur in Höhe der vereinbarten Deckungssumme, während für den Rest das Unternehmen aufkommen muss. Mindeststandard ist heutzutage eine Deckungssumme in Höhe von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden.
Meist werden die Allgemeinen Haftpflichtbedingungen in der Betriebshaftpflicht durch branchenübliche „Besondere Bedingungen“ an die jeweilige Branche angepasst, was sich regelmäßig zugunsten des Versicherungsnehmers auswirkt. Das gilt gleichermaßen für Tätigkeitsschäden oder für im Ausland auftretende Schäden. Da jeder Betrieb einen individuellen Bedarf an Absicherung hat, ist es wichtig, sich bezüglich dieser notwendigen Einschlüsse kompetenten Rat zu holen. Neben den Einschlüssen gibt es in der Betriebshaftpflicht auch Ausschlüsse, zu denen reine Vermögensschäden und Erfüllungsansprüche, beispielsweise Ansprüche auf die Erfüllung von Verträgen, gehören.

Da sich Bedingungen und Höchstdeckungssummen mit der Zeit immer wieder ändern können, sollten Sie spätestens alle fünf Jahre überprüfen, dass Ihre Versicherung auf dem neusten Stand ist. Im Baugewerbe und Handwerk ist eine Deckungssumme von mindestens 5 Mio. Euro heutzutage sehr wichtig. Wenn Sie denken, dass kleinere Betriebe eine solch hohe Deckungssumme nicht benötigen, soll hier ein Beispiel angeführt werden.
Für eine neu gebaute Filiale eines Lebensmittelherstellers sind Sie mit dem Bau des Flachdaches betraut. Es ist Mittagspause und Ihre Mitarbeiter verlassen das Dach. Einer der Bunsenbrenner wird allerdings nur zur Seite gelegt und nicht ausgeschaltet. Dadurch fängt das Dach Feuer. Als die Feuerwehr ankommt, kann sie den Rest des fast fertiggestellten Hauses nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Es entsteht ein Schaden von 4,8 Mio. Euro.
Wenn Ihre Versicherung allerdings, wie in vielen älteren Verträgen üblich, nur 3 Mio. Euro übernimmt, bleiben Sie auf 1,8 Mio. Euro sitzen. Können Sie das tragen?

Eine höhere Deckungssumme macht immer Sinn, denn unvorhersehbare Schäden passieren leicht.